Montag, 9.11.2009
Heute ist ein geschichtsträchtiger Tag. Sowohl die Erinnerung an die menschenverachtende Pogromnacht als auch die Überraschung des Mauerfalls vor 20 Jahren.
Ich werde mir das heute Abend im Fernsehen anschauen, ob die Dominosteine wirklich gefallen sind.
Ansonsten muss ich gleich zu einer Gemeindeveranstaltung, die zwar auf dem Montag liegt, aber sei's drum.
Die letzten Tage der letzten Woche haben uns an unserem Backofen sehr weit gebracht. Der Schornstein ist fertig und angeschlossen. Auf den Millimeter genau passten die Rohre. Hätten nicht kürzer oder länger sein dürfen. Nun fehlt nur noch die Tür, die in den nächsten Tagen geschweißt und angebracht werden soll.
Die Elektrik inkl. einer Außenlampe ist auch fertig.
Am Samstag haben wir etliche Stunden draußen gewerkelt, allerdings musste ich nch 5 Stunden die Segel streichen, ich konnte nicht mehr stehen, die Knie taten zu weh---Krankheit ich lass dir grüßen!
Die kommende Woche wird angefüllt sein mit Veranstaltungen, mal sehen, wie ich das verkrafte.
Ich stell noch einmal ein neues Foto vom Backofen hier hinein:
Wie ihr seht ist der Boden jetzt gefliest und der vordere Teil des Raumes ist vorgestrichen. Nicht schlecht, oder?
Ich glaube, man braucht immer solche Projekte, um Normalität auch während der Krankheit spüren zu können.
Übrigens möchte ich auf die neu gestaltete Homepage der APMM verweisen, die ihr hier findet.
Samstag, 21.11.2009
So, die Vorbereitungen für den morgigen Sonntag sind abgeschlossen.
Ich schaue zurück auf eine anstrengende Woche, in der ich den Ofen zweimal angeheizt habe und also die ersten Brote gebacken habe. Selbstverständlich haben die, die mitgearbeitet haben, die ersten Laibe bekommen, das ist ja das Mindeste. Am vergangenen Donnerstag dann habe ich nicht nur ein komplettes Essen im Ofen gekocht, sondern gleichzeitig 8 Vollkornbrote und 10 Hefezöpfe gebacken, die dann auch am selben Abend weg gingen. Einige Spenden, die ich dafür erhielt, sorgen dafür, dass wir in Zukunft das Defizit des Ofens verringern können.
Es ist eine wunderbare Sache, allerdings braucht man doch gut 3 Stunden zum Anheizen und weiter 1-2 Stunden zum Backen. Es will also gut überlegt sein, wann man das machen kann.
Am Donnerstag habe ich mich allerdings etwas übernommen. Früh aufgestanden, habe ich die Teige geknetet und das war wahre Schwerstarbeit, wenn man 7-8 Kilo schweren Teig mit der Hand homogen kriegen will. Hut ab vor den Bäckern, die das in früheren Jahren alles per Hand gemacht haben und das bei viel mehr Teig!
Jedenfalls brauchen wir unbedingt ein Knetgerät, wenn die Dinger nur nicht so teuer wären. Ich hoffe auf eine günstige Gelegenheit. Wenn nicht müssen wir eine Möglichkeit finden, das per Umlage vor zu finanzieren und den Ofen dann das Seine tun zu lassen, um es zu refinanzieren...mal sehen.
Spaß macht auch unser neues kleines Kätzchen, ein Kater mit Namen Rüdiger. Er braucht viel Aufmerksamkeit, macht viel Quatsch und hat meine gesamten drei Orchideen, die gerade wieder wunderbar neu geblüht hatten, geköpft! Jetzt sehen sie aus wie ein Feld, über das ein Mähdrescher gefahren ist---schnief!
Hier ein Bild von "Rüdi"
Und hier nochmal Brot und Backofen:
So weit für heute.
Motto:
Es ist immer gut, ein Brot im Ofen zu haben!