Mit dem Krebs im Gespräch

Der ganze März fehlt -- ich war schreibfaul!

Tut mir leid, weil man dann ja bei unserer Krankheitssituation immer gleich an Rückfälle etc denkt. Dem ist aber, zumindest meines Wissens, nicht so.

Die Hochzeit am 26.2. und die folgende Zeit mit Vorbereitungen für Konfirmationen und Ostern etc pp haben dann doch viel Kraft gekostet.

Gleich muss ich auch noch zu einer Silberhochzeit hier im Ort, erst Gottesdienst, übrigens mit Akkordeonbegleitung, was sehr schön klingt, und danach geht es noch mit zum Feiern, allerdings nicht allkzu lange, denn Morgen früh sind ja schon wieder 2 Gottesdeinste angesagt.

Heute habe ich gebacken, einige Osterbrote werden auf dem hiesigen Osterfeuer für Brot für die Welt verkauft. Eigentlich wollte man uns reinlegen mit einem fiktiven Gemeindebrief, in dem ich aufrufe, zu Ostern Brot für Brot für die Welt zu verkaufen, aber ich habe die jungen Leute ernst genommen, habe gebacken und sie nun verpflichtet, die Brote für genau diesen Zweck unter die Leute zu bringen. Das machen die natürlich gerne, und wir hatten alle Hände voll Spaß!

Außerdem habe ich noch unseren Osterbraten im Backofen gebacken, eine Hirschkeule, viel zu groß, aber dafür genug für mindestens 2 Tage.

Gesundheitlich bin ich zufrieden, manchmal etas Probleme mit Wasser in den Beinen beim langen Sitzen, liegt aber wirklich an fehlender Bewegung.

Ab Montag geht es erst einmal auf eine Fortbildung in Notfallseelsorge in der Landesfeuerwehrschule in Celle, danach zu einem Funkerteffen in die Rhön. Ich freu mich drauf.


So, jetzt  muss ich langsam rüber, damit ich rechtzeitig in die Kirche komme, will das Silberhochzeitspaar ja nicht warten lassen.


Macht es gut!


Motto:

Besser als zu wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt, ist es, einen Hirsch im Ofen zu haben!



Dienstag, 27.4.2010


Die Fortbildung in der Feuerwehrschule ist schon wieder lange her. Sie war sehr gut, wenn auch anstrengend, weil wir täglich runde 10 Stunden Unterricht hatten.

Wichtig war die Begegnung mit den außerordentlich kompetenten Ausbildern von der Feuerwehr, die uns Pastoren einen Eindruck von den Grundstrukturen der Rettungsdienste vermittelt haben.


Am Ende der arbeitsreichen Woche stand eine Planübung zu einem Großschadensereignis.

Dazu hatte der Ausbilder ein Modell der Schadenslage im Maßstab 1: 87 aufgebaut, mit allen Details. Ein Zugunglück wurde simuliert. Unser Auftrag war der Aufbau der Notfallseelsorge für dieses Ereignis.

Dazu setzte man uns in ein Zimmer mit Telefon.

Wir konnten mit der "fiktiven" Einsatzleitung sprechen und mit der "Vermittlung", d.h. so tun , als riefen wir Dritte an.

Wir wurden dann mit Informationen und Anrufen gefüttert und schnell entwickelte sich ein durchaus realistisches Bild der Lage. Permanent mussten wir Entscheidungen treffen, Rückrufe vereinbaren,. die Einsatzleitung informieren, Entscheidungen ändern, weil die Lage sich änderte, Rückschläge einstecken, weil alarmierte HIlfskräfte nicht kommen konnten.

Man glaubt nicht, wie schnell 2 Stunden Übungszeit vergehen.

Es war gut, einmal solch eine Übung gemacht zu haben, auch wenn man sich wünscht, nie in die dort geschildetrte Lage zu kommen.

Gut ist, dass mittlerweile alle Beteiligten den Einsatz von psycosozialen Betreuungskräften für wichtig halten. Früher hat man das nicht so ernst genommen.


Die Woche danach ging es dann zum Conveniattreffen auf den Kreuzberg in die Rhön. Zum 49. Mal traf sich diese ökumenische Vereinigung von Amateurfunkern im Franziskanerkloster.

Das gute Bier und das reichhaltige bayrische Essen haben unsere Bäuche weiter gerundet. Zurück zu Hause war erst einmal Reduktion angesagt, hihi.

Im nächsten Jahr wird es das 50-jährige Jubiläum geben. Dann wieder direkt in der Woche nach Ostern und hoffentlich mit großer Beteiligung. Diesmal waren wir 48 Dauergäste, aber ich denke, dass wir im nächsten Jahr wieder an 70-80 heran kommen.


Tja, und kaum zurück aus dem Urlaub hieß es auch schon wieder 3. Konfirmation.

Insgesamt muss ich sagen, schlaucht das doch ganz schön.

Die Müdigkeiten, wahrscheinlich auch durch die Krankheit bedingt, werden dann noch intensiver, ich werde weniger aufnahmefähig und brauche erheblich mehr Ruhephasen.


Gestern habe ich wieder ein wenig gestrichen und heute Morgen leider als Ergebnis eine abgeblätterte Farbe gefunden, weil der Untergrund wohl doch noch nicht gefestigt genug war. Gott sei Dank muss ich nur eine kleine Bahn abkratzen und neu grundieren. Was hätte ich mich geärgert, wenn ich die ganze Decke gestrichen hätte...


Übrigens gibt es auf der APMM Homepage jetzt einen sehr guten Erfahrungsbericht zu lesen, in dem es darum geht, dass man Kranksein lernen muss. Ein sehr interessanter Gedanke aber vollkommen richtig, denn gesund ist man, aber Kranksein muss man lernen.


Motto zum Maibaum anläßlich des 1. Mai aus Wikipedia: