Mit dem Krebs im Gespräch

3. Juli



Keine Eintragungen während der letzten Tage. Es ist nichts Besonderes im Hinblick auf die Therapie passiert.

Dafür ein schönes Wochenende, mit Kneippen im Wassertretbecken in Neuhaus/Silberborn. Total erfrischend. Das hab ich bestimmt nicht das letzte Mal gemacht.

Auch der anschließende Spaziergang durch die Wälder dort war sehr schön.

Jeder Moment ist mehr wert angesichts der Krankheit. Gell, Myelom, da staunst DU. Du hast Dir gedacht, dass jetzt alles grau wird, nein, die Welt wird bunter wahrgenommen. Gefühle wie Dankbarkeit und das Wahrnehmen der kleinen Dinge sind wichtiger geworden.


Heute kam nun endlich gegen 14 Uhr ein Anruf aus der onkologischen Praxis. Ab Montag werde ich gegen 10 Uhr im Krankenhaus Holzminden auf der Station C1 stationär aufgenommen, die Chemo wird bestellt und am Dienstag geht es dann wohl nach den Aufnahmeuntersuchungen am Montag los. Ungewissheit und Gewissheit zugleich. Gewissheit, weil es nun endlich losgeht, Ungewissheit, weil man halt nicht sagen kann, was wie vertragen wird.

Das mit dem Umzug wird dann auch erst mal wieder schwieriger werden. Mal sehen, wann das geplant werden kann. Irgendwann wird es schon klappen und das lässt dann den Handwerkern auch wirklich die notwendige Zeit.

Krankgeschrieben bin ich jetzt erst einmal bis 31.7. aber das wird sicher nicht die letzte Krankschreibung sein. In den nächsten Tagen werde ich noch einige Dinge ordnen und vorbereiten, damit ich beruhigt ins KKH gehen kann.



4. Juli



Manchmal verliere ich die Orientierung bei den Wochentagen in diesem Warten. Aber das kennt man ja auch aus Urlaubszeiten.

Habe heute wieder einiges vorbereitet für die Zeit meiner stationären Abwesenheit. Dinge ordnen, damit man anderen sagen kann, wo sie etwas finden, falls notwendig. Es ist schon eine komische Zeit, dieses Warten auf die Chemo, zumal das Ganze ja doch recht unplanbar ist. Auch hier hilft wohl wieder nur Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen.

Nachmittags habe ich dann meine Krankmeldung direkt beim Superintendenten vorbei gebracht. Ein kleiner Schnack, den wir halten konnten, war eine gute, mutmachende Abwechslung.

Was mich am meisten aufregt ist dieser Dauerregen draussen, der es mir immer vermiest, spazieren zu gehen.

Abends dann für meine Verhältnisse früh ins Bett, also vor 22.30Uhr, und das will etwas heißen.

Einige Anrufe und Mails von lieben Leuten taten gut. Nachdem ich eine Rundmail geschickt habe an viele Bekannte bekomme ich Rückmeldungen auf diese Homepage. Auch schön zu wissen.



5. Juli

Es ist noch morgens. Die Nacht war wirklich erholsam. Trotz des frühen Zubettgehens bin ich erst um 9 Uhr aufgestanden. Wahrscheinlich hat der Körper das gebraucht, gleichzeitig ist es natürlich auch eine Äußerung der Krankheit, dass die Leistungsfähigkeit nachlässt.

Gerade habe wieder einmal im Forum des Krebskompass im Internet gelesen, womit sich andere Betroffene rumplagen.

Am meisten ärgern mich dann Beiträge, in denen von den Scherereien mit Behörden und Gutachtern gesprochen wird. Das ist wirklich so manches Mal unverständlich, welche bürokratischen Hürden kranken Menschen noch zusätzlich vorgesetzt werden.


Vorhin im Fernsehen noch einmal ein kurzer Beitrag über die Krankenschwester der Charité, die mindestens 4 Menschen getötet hat und dabei der festen Meinung war, ihnen Leiden erspart zu haben.

Ein Thema für Gesunde!? Für Kranke jedenfalls zum Aufregen.

Als Kranker, dem vielleicht auch nicht ganz leichte Zeiten bevorstehen, liest und hört man das anders.

Immer wieder habe ich es in den letzten Jahren gehört, dass Menschen kamen und sagten:

"Wir wollen ja unseren Kindern nicht zur Last fallen".

"Wieso nicht?", habe ich dann gefragt.

Langsam bin ich davon überzeugt, dass nur die Anwesenheit von kranken, alten und behinderten Menschen diese Gesellschaft noch "retten" kann.

Retten aus der unbarmherzigen Schnelligkeit, bei der die meisten nicht oder nur schlecht mitkommen.

Ja, wir brauchen Menschen, die stören!

Damit wir wieder lernen, was menschliches Leben grundlegend ausmacht.

Ich könnte jetzt stundenlang darüber schreiben, weil es mein Thema geworden ist seit meiner Vikariatszeit in Hamburg, in der es immer wieder um Heilung und Glauben ging und in der ich dann immer zuständig war für die Menschen, die krank geblieben sind und dann ihren Glauben in Frage gestellt haben.



Nachmittags noch ein Anruf des Landessuperintendenten. Wir kennen uns seit meinem Studium. Tut gut, dass andere mitdenken und sich melden.



6. Juli


Besuch von Freya.

Ein guter Tipp kam heute von Frau Simon: Bad Gandersheim.

Kurzerhand haben wir beschlossen, Bad Gandersheim zu besuchen. Nochmal raus, ehe es ins Krankenhaus geht. Eine sehr gut aufgebaute geschichtliche Ausstellung im Dom (für mehr hat es nicht gereicht heute), die man mit der Eintrittskarte aktivieren kann, führt uns durch Jahrhunderte der teilweise sehr eigenartigen Frömmigkeit der Reliquien und Glaubensstrukturen.

"Haare von Maria Magdalena..." - nun ja.

Schon sehr eigenartig, woran Menschen sich festhalten wollen und welche magischen Verständnisse von Teilhabe am Göttlichen da dahinter stecken.

Walfischzahn von genau dem Walfisch, der Jona verschlungen hat (wieviele es davon wohl auf der Welt gibt?).

Gemahlen hilft dann das Knochenpulver gegen Fieber.

Ich glaube, wenn ich in diesen Jahrhunderten gelebt hätte, würde ich mir angesichts des Krebses jetzt auch irgendeinen Knochensplitter besorgen...

Und heute sind wir aufgeklärter...wirklich? Autogramme von berühmten Persönlichkeiten, Fussballfanatiker, die sich nach dem Tod als Asche auf einem Rasenfeld ihres Lieblingsclubs verstreuen lassen? Ist auch nicht viel anders, oder? Sagen wir es mal einfach: Wir Menschen halten es eben nicht aus, ohne das Greifbare, die Absicherung, und doch mutet uns Gott das zu.

Gerade bei der Diagnose Krebs ist so viel Ungreifbares und Unsicheres zu spüren...


Nach einem kurze Essen und der Rückfahrt nach Holzminden (nicht ohne die Fotschritte im Pfarrhaus von Heinade beim Umbau bewundert zu haben) bin ich k.o. Komplett k.o. und merke wieder, dass ich einen Untermieter habe. Rückenschmerzen, Kreislaufbeschwerden, das ganze Programm und es hilft nichts, Hinlegen ist angesagt. Ein wenig schlafen, ruhen. Dann geht es wieder.

Der Abend: Einfach nur einen Krimi gucken, reden, früh zu Bett.



7. Juli



7.7.07 - die Zeitung ist voll mit Hochzeitsanzeigen. Nein, abergläubisch sind die Menschen nicht, hihi. Wahrscheinlich dienen solche Hochzeitsdaten den Menschen, damit sie ihre Termine nicht vergessen...

Ein Paar ist sehr fromm...die sieben sei für sie mehr als nur ein Datum, göttliche Zahl. Stimmt ja alles, aber man braucht ja auch nicht gleich alles zu überhöhen.


Freya ist wieder los, sie muss arbeiten.

Was werde ich heute noch machen? Ich hoffe, dass das Wetter es zuläßt, ein wenig draussen zu laufen. Dann Wäsche zusammensuchen fürs Krankenhaus, vielleicht ein paar Anrufe. Richtig, ich wollte mir noch eine kleine Telefonnummernliste zusammenstellen für den Aufenthalt im KKH.



8.Juli Sonntag

Verschlafen- eigentlich wollte ich in den Gottesdienst, aber mein Bett hat es nicht zugelassen. Auch gut! Vielleicht hält das Wetter ja wenigstens heute etwas länger als 10 Minuten, dann geh ich nachher noch ein wenig spazieren ehe ich in der nächsten Woche erst einmal nicht raus kann.


Das Witzigste von gestern Abend: Im Lotto gewonnen!


Nein, nicht den Jackpot mit 17 Millionen, sondern sage und schreibe 3 Richtige mit Zusatzzahl. Wenn das nix ist. Das macht einen unglaublichen Gewinn von ungefähr 20 Euro---mein erster Gewinn.

Und dann, so viel Glück gibt es fast nicht...gewinn ich auch noch einen MP3-Player...gut ich gebe zu, es war bei McDonalds, aber immerhin!

Ansonsten war ich gestern bei einem Freund. Wir haben uns lange und intensiv unterhalten. Das war eine gute Abwechslung.



9. Juli



Heute geht es los. Dies werden erst einmal die letzten, aktualisierten Zeilen sein, weil ich im KKH keinen Zugang zum Internet haben werde. Ich bin gespannt, wie es wird und hoffe, dass ich die Therapie einigermassen vertrage.

Danke an alle, die sich bisher auf unterschiedlichste Weise gemeldet haben. Es ist gut zu wissen, dass viele an einen denken.

Gestern war übrigens doch noch ganz schönes Wetter und ich bin wieder nach Neuhaus hochgefahren und habe meine Kneipp-Tret-Runde gedreht.

Alles in allem ein Trödeltag gestern, aber ich habe es noch geschafft, alles für heute zu packen und aufzuräumen, immerhin.
Tschüß bis bald!

Die Tage vom 10.7. bis 14.7.

So, nun bin ich wieder zu Hause. Die vier bzw fast fünf Tage der stationären Aufnahme sind vergangen. Aber alles der Reihe nach:

Aufnahme auf Station B2 mti Aufnahmeuntersuchung. Dabei macht der Port zunächst Schwierigkeiten. Er soll aktiviert werden, auch zur Blutentnahme, aber er weigert sich. Ich krieg schon ein enig die Panik, dass das Ganze nun wieder raus muss, aber , Gott sei Dank, am Schluß läuft alles, wie es soll. Ich werde "verschlaucht" und bin dann bereit zur Verlegung auf die eigentliche Station C1.
Ein Einzelzimmer--was für ein Luxus. Gabs grad, war nicht so angefragt. Und ich bin froh drüber. Wieder treffe ich viele Bekannte, die ich schon vorher im KKH gesehen habe, unter anderem witzigerweise mein direkter Zimmernachbar auf Etage 4 des Wohnheims. Wir haben uns nie so richtigt vorgestellt...er ist Zivildienstleistender. Nun ja...
Ich besorge mir eine Telefonkarte, um erreichbar zu sein, ansonsten passiert ausser Routineuntersuchungen erst einmal nix.

10.7. Dienstag

Der Tag beginnt gegen 630 Uhr. Routinemessungen Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, Temperatur und ein satter Cocktail von mindestens 7 Pillen, die ich nehmen soll. Nun ja, das geht dann vor, zwischen und nach den Brötchen...aber im Nachhinein wird sich das als gut herausstellen. Antviotika zur Vorsicht, Antibrechmittel, damit man nicht nur mit Übelkeit zu tun hat, alles gute Massnahmen, die zwar den Körper hart herannehmen, aber letztlich gut wirken.
Ich trinke viel, um meine Nieren zu entlasten. Sehr gespannt, wie es wohl werden wird, wenn die Medikamente angeschlossen werden.
Gegen 14.30 beginnt die erste Perfusion, ganz langsam mit 0,21 ml/h werden die beiden Medikamente angeschlossen. Kein Stechen, der Port tut seinen Dienst, was für ein Glück.
Mit dem Cortisonpräparat steigt der Blutzucker steil an...ist normal und muss beobachtet werden.

11.7. Mittwoch
Keine Übelkeit, toll. Ich bin erleichert. Alles scheint gut zu laufen. Heute hat Fr. Geburtstag. Wir telefonieren. In der Nacht, als ich nicht schlafen konnte, brachte mir die Nachtschwester ein Stück Torte, spendiert von einem Schüler, der auch am 1.7. Geburtstag hatte..was für eine nette Geste!
Ich fühl mich gut betreut, das ist wichtig!
Abends Besuch von Herrn Simon aus Heinade, sehr schön. Jetzt,wo alles einigermassen friedlich mit den medikamenten läuft, ist es gut, mit jemandem zu reden. Schön auch zu sehen, wie viele aus den Gemeinden an mich denken, Karten schreiben, kleine Geschenke schicken...das tut so gut.
Gegen 13.30 wieder neue Infusion angeschlossen. So langsam bedeutet das, dass ich dieses Schlafanzugoberteil wohl die ganzen 4 Tage anhaben muss.
Aufstehen kann ich, aber verschlaucht bleibe ich. Ich kann den Strom abstellen und mit dem Chemoständer zur Toilette und zum Waschen gehen. 6 Mal am Tag mit Kamille gurgeln, 4 Mal mit einem anderen Mittel gegen Pilze, weil sich bei dieser Chemo leicht die Schleimhäute entzünden. Eine gute Abwechslung, aber auch anstrengend, weil mmer wieder mit Aufstehen verbunden. Ich döse viel, schaue mir die Tour de France an, weil sie nicht so schnelle Bildfolgen hat und wunderbare französische Landschaften zeigt. Das Chemohirn ist nicht mehr ganz so schnell...

12.7 Donnerstag
Gewicht geht eiter nach unten. Hab schon 2 Kilo abgenommen. Na, das ist ja auch nicht schlecht.
Heute kommt Freya, ich freu mich. Ach ja, gestern und am Montag war noch Pastor Höfer zum Besuch da, der Krankenhauspastor, auch eine gute Sache!
Es passiert nicht viel ausser dösen und schlafen und Messungen und TV und Lesen und Essen und schlafen...eben das Notwendige, mehr nicht. Manchmal ein Anruf, meine Schwester, meine Nichte, andere...
Aber alles in Grenzen und verkraftbar. Die Ärzte sind nett, guter Dinge, dass ich Samstag wieder raus kann...ich bin erstaunt, das hätte ich nicht gedacht.
Nachts schlafe ich recht flach, immer wieder wache ich auf, schiebe es auf das Dösen am Tag, oder sind es doch die Medikamente, na egal, Hauptsache keine Übelkeit.

13.7. Freitag
Mittags noch einmal Wechsel der Perfusion, das vierte und letzte Mal.
Gutes Gesoräch mit dem Onkologen mit Vorplanung für die nächste Zeit. zweimal pro Woche Kontrolle ambulant bei ihm, ansonsten weiter mit der Chemo, die allerdings nur noch alle 5 Tage aus 4 Tagen Cortison besteht. Mal sehen, wie das alles so weiter geht. Wenn was ist, muss ich mich sofort melden, vor allembei Fieber oder Infektionen. Man muss halt aufpassen. Aber ich werde mich mit meinem Mieter da schon arrangieren, dass er mir da keine Probleme macht.
Freitag gegen 14.30 Abschlußgespräch mit 2 Ärzten. Ich kann Samstag raus. Wohne ja wirklich nur 1 Minute weg im Wohnheim und kann jederzeit kommen, wenn es notwendig ist.

14.7. Samstag
Es ist so weit. Gegen 12 Uhr ist die letzte Perfusion fertig, der Prot wird wieder geblockt mit Heparin und damit auch die Nadel entfernt, nichts erinnern an die Verkabelung ausser einer kleinen Pflasterabdeckung zum Schutz. Ich kann mich wieder frei bewegen. Und dann geht es rasend schnell. Innerhalb weniger MInuten hat das Bettenteam mein Zimmer schon wieder neu vorbereitet, ich warte noch auf Freya, die mich mit meinen 7 Sachen abholt und dann geht es rüber ins kleine Appartment. Ich bin wieder zu Hause und leg mich gleich hin. Der kleine Weg macht schon müde. Könnte nur sehr sher kleine Bäume ausreißen.
Annika, Freyas Freundin ist auch gekommen über das Wochenende. Die beiden unternehmen einiges zusammen, kaufen ein, kochen, das lässt mir die Ruhe, wieder anzukommen und die vielen lieben Mails zu beantworten, die von allen Sriten eingetroffen sind. Überwältigend. Danke Euch allen!
Nun werde wir sehen, wie es die nächsten Tage wird. Am Montag dann zur Ambulanz und weiter...immer weiter. Und jeden Tag neu geniessen, so weit es geht.

15.7. Sonntag
Nichts geht mehr! Schlapp, schlapper, Chemo, könnte man sagen. Gut, ich will nicht klagen, es könnte ja auch mit viel Überlkeit verbunden sein, aber diese Kraftlosigkeit und Schwäche mus man erst einmal wegstecken. Alttestamentlich wäre der Onkologe ein richtiger Prophet. Nach dem dortigen Masstab ist ein Prophet einer, dessen Voraussagen dann tatsächlich auch eintreten. Und als er mir am letzten MIttwoch sagte: "Na, sie werden nach den Infusionen noch sehr schlapp sein", hat er das richtig vorausgesehen. Es ist so. Liegen, aufstehen, sofort wieder hinlegen, knörig sein. Ein nicht ganz üblicher Rhythmus in meinem Leben.
Schön heute das Frühstück, das dann doch wieder Kraft gibt. Ansonsten lief nicht viel. Die beiden anderen haben Spaziergänge gemacht und mich in Ruhe gelassen. War auch besser so. Später dann noch einige Anrufe. Guttuende Rückmeldungen, die mich emotional sehr ansprechen. Wieso haben Menschen einen so gern? Ich bin dankbar dafür und weiß immer mehr, am richtigen Platz zu sein. Einfach so.

Was viel schwieriger zu vermitteln ist, ist, bedingt durch die Medikamente eine vollkommen andere Körperwahrnehmung. Als sähe man sich selber von außen, als einen Fremden, mit dem etwas passiert. Also nicht mit dem "Ich" voran, sondern im gegenüber zu sich selbst. Das, was einem sonst nie gelingt, nämlich mal von außen auf die eigene Person zungucken, scheint plötzlich Wirklichkeit zu werden. Sehr sehr interessant und nur nachzuvollziehen, wenn man offensichtlichs chon einmal einen solchen körperlichen Grenzzustand erlebt hat.
Da ich davon gehört hatte, habe ich vorher schon mal den ganz nahen Personen gesagt, sie mögen bitte Launen und Reaktionen in diesen Tagen nicht auf die Goldwaage legen - das war auch besser so.
Und dazwischen immer wieder kurze Sequenzen des Gebets. Geht wirklich immer. An die Menschen denken, die um mich herum sind, egal, ob sie sich melden oder nicht. Gemeindeaufbau im Liegen sozusagen, hihi. Eigentümliche Vorstellung in einer Welt der Macher.
Ein Begriff schwirrt durch meinen Kopf: "Parallelwelt" - so komm ich mir im Moment vor. Herausgenommen aus dem Normalen ohne die Möglichkeit, etewas zu beeinflussen. Geschehen lassen und abwarten...alles neu zu üben.
So, jetzt geht nix mehr, bekomme gerade Schweißausbruch, also lieber hinlegen und Klappe halten.

16.7.Montag
Morgens ging es erst nach dem Frühstück so einigermassen. Blutdruck nicht gerade prall. gegen 10 Uhr dann zum Blutbild zum Onkologen und noch einmal den gesamten Bahndlungsplan mit Daten aufschreiben, damit ich auch weiß, wann was dran ist. Nachmittags total niedriger Blutdruck, warum bloß? Irgendwie kommt mir etwas spanisch vor. ich prüfe nach, welche Tabletten man mir mitgegeben hatte vom KKH. Und siehe da...ohne,d ass man mir es gesagt hatte, hatte ich ich eine vermeintlich für etwas anderes gehaltene tablette gegeben, die sich als dasselbe Medikament herausstellte, das ich sowieso gegen Bluthochdruck nehmen muss. Ende vom Lied: 3 fache Menge mit dem Resultat von 80/50 Werten...
Ich nehm das jetzt einfach mal sportlich und werde mich in den nächsten Tagen schön umschauen, was ich zu mir nehme...der aufgeklärte Patient lebt wohl doch ein bißchen länger...zumindest mit höherem Blutdruck!
Ansonsten schmeckt das Essen und es ist einfach zu warm im 4 Stock bei einem Zimmer und direkter Sonneneinstrahlung.

17.7. Dienstag
Um 5.o1h habe ich ausgeschlafen...drücke mich noch bis 6.21h im Bett rum und mache dann meinen ersten weiteren Gang zum Bäcker und treffe Frau Wentzlaff nach ihrem Nachtdienst. Hab mich gefreut...immer wieder bekannte Leute.
Nachdem ich jetzt nur noch die richtige Menge Blutdruckmittel nehme ist der auch wieder ok. Es geht mir viel besser heute. Die Rezepte, die ich abholen lasse, gehen schon wieder über die 150 Euro---man kann an Krebs ganz gut verdienen. Allein die Übelkeitspillen, die hier neben mir liegen, schlagen mit 140 Euro zu Buche für  10 Stück.
Morgens versuche ich den Umzug zu organisieren und, unglaublich, die dame bei der Freiburger Frachtlogistik macht es möglich, dass am 20.7. die Sachen aus Lemförde abgeholt werden und noch am selben Tag in Heinade abgeliefert werden. SUPER!
Ich telefoniere mit Lemförde wegen des Umzuges. Liebe Leute werden dort mithelfen und es mir so ermöglichen, hier zu bleiben. Könnte auch noch gar nicht so weit fahren.
Da sind dann die Tage hier im Wohnheim doch gezählt und ich freue mich, endlich ein wenig mehr Luft zum Atmen zu haben. Sicher, einiges wird anders. Neue Umgebung, erst wieder alles einrichten, anmelden, ummelden etc pp. Aber, weil es so schön geht, meld ich schon mal bei der Telekom einen neuen Anschluß an. Klappt sogar prompt, unglaublich. Ummeldung Internet auf sehr sehr langsam wird aber dauern. Wie sich das auf die Homepage auswirkt, weiß ich nicht, aber es wird wohl ab dem 25.7. etwas stiller werden hier. Mail wird dennoch gehen, denke ich, allerdings nur mit normalem Modem.
Morgen heißt es dann wieder: Auf zum Lustigen Cortison-Einnehmen - dann werde ich wieder weniger essen müssen, auf den Blutzucker achten. dafür ist ann das Asthma weg...auch nicht schlecht. Wie Ihr merkt, berappel ich mich gerade ein wenig und bin froh drüber.

18.7. Mitwoch
So 40 mg Cortison intus, dazu noch eine Antibiotikabombe und die normale Blutdruckmittelmenge (grins).
Ich entschließe mich, heute mal einen Einkauf zu wagen.
Ich kauf ein Bett mit allem drum und dran, weil ich ja umziehe und noch keines wieder habe. In 14 Tagen wird es geliefert, bis dahin werd ich auf einer Liege schlafen, geht auch.
Ab und an Schweißausbrüche und immer wieder das Gefühl, dass diese ganzen Medikamente mein Gefühlsleben mehr verändern als gedacht.
Interessanterweise aber nicht in Richtung Angst und Sorge, sondern in Richtung Dankbarkeit und Überwältigtsein über so viele liebe Menschen, die einen begleiten und stärken.
War mir so sonst doch recht unbekannt. Man kann natürlich auch gehässig sein und sagen: Die Nerven liegen blank! -- aber das verkneif ich mir.

EXKURS des TAGES:
Habe heute mal wieder überlegt, wie ich in Zukunft meine Essgewohnheiten etwas ändere und sie meinem dicken Bauch, dem Bluthochdruck, den Gelenken, dem Krebs und einem kleinen Dorf ohne allzugroße Einkaufsmöglichkeiten, ohne zu fahren, anpasse.
Folgende geniale Lösung habe ich gefunden:

1.) Anschaffung eines Gefrierschrankes - den gab's bei Aldi und dankenswerterweise hat jemand aus der Gemeinde sich in das morgendliche Gewühl der gierigen Hausfrauen in Dassel gemischt und hat tatsächlich einen von den 4 vorhandenen Schränken ergattert.

2.) Ich stell um auf chinesische Küche mit WOK. Viel Gemüse, hochwertige Öle, frische Verarbeitung, auch in kleinsten und angepassten Mengen schnell zubereitbar, ohne dass man wegen Blutdruckproblemen sich zwischendurch hinlegen muss, während das mehlgebundene Kohlrabigemüse anbrennt und verkocht.

3.) In Kombination von 1 und 2 werden demnächst im mise-en-place (PS: zur Erinnerung ich war mal Koch) größere Mengen Gemüse frisch erworben, gesäubert, kurz blanchiert, und so eingefroren, dass sie später einzeln entnehmbar sind (ja, ich weiß, dass es Bofrost gibt, aber die Blumenkohlröschen von Bofrost kriegt man nicht auf Stäbchen, da braucht man massive STÄBE). Dazu erwerbe ich die Angebote im Fleisch und Fischsektor und schneide sie entsprechend zu, friere sie ebenfalls so ein, dass sie portionsweise entnehmbar sind.

4) Ich stell mir ein Kaleidoskop von chinesischen Grundzutaten in den Bereichen Saucen, Würzmittel, Essig, Sake (ja, so ein bißchen...), ersetze kurzerhand die Öle durch lokale Sollingöle (ausser dem gerösteten Sesamöl) und schaffe mir einen Vorrat an unterschiedlichen Reissorten und Nudelvarietäten und verzichte auf Garnelen, Taubennester, Tausendjährige Eier, Haifischflossen und gedörrten Hund.

Damit erreiche ich hoffentlich folgende Ziele:
1) Der Bauch wird etwas dünner, der Blutdruck sinkt
2) Ich hab alles im Haus, auch wenn es mal nicht so gut geht.
3) Ich habe abwechslungsreiche Gemüsekost und vermeide durch das gekochte Gemüse rohe Dinge, die Pilze etc tragen können
4) Ich hab was, an dem ich mich freuen kann.
5) Ich bin bereit, wenn jemand anderes absoluten Japs auf Chinaessen hat, das innerhalb von 20 Minuten ein solches bei mir auf dem Tisch steht für ihn/sie - Anruf genügt, Wünsche werden möglichst beachtet, über die Unkosten reden wir nachdem es geschmeckt hat, grins!

(So, das war nun ein Exkurs anderer Art, denn das normale Leben geht ja doch weiter und den Gefallen tue ich dem Myelom nicht, mir alles vermiesen zu lassen. Ätsch!)

Ansonsten ein Besuch heute, sehr nett und viele Telefongespräche.
Abends im Krebskompass Chat. Es war das erste Mal mit genügend Kraft.
Plan für Morgen: Onkologie Blutbild, chinesisches Mittagessen, Cortison, Hoffentlich mal wieder genug Lust zum Lesen

19.7. Donnerstag

Wieder mal Blutwerte abnehmen. Nachmittags ein kleiner Ausflug nach Hellental, gute Gespräche und noch einmal in die Wohnung. Treffen mit Herrn Simon.
Abends kann ich wieder nicht einschlafen, erst gegen 2 Uhr klappt es.

20.07. Freitag
Der Tag des Umzugs. Ich lasse es langsam angehen morgens. Das späte Einschlafen kann ich mit einem etwas längeren Ausschlafen kompensieren. In Lemförde werden so gegen 9 Uhr die Möbelpacker aktiv und sind um 11h30 fertig.
Ich gehe kurz vor 12 noch einmal zum Onkologen und frage die Blutwerte ab. HB Wert zwar gesunken auf 12,2 aber immer noch innerhalb des quasi Normalen, Leukos auf 7,3, Thrombozyten weniger, aber noch innerhalb der Marche.
Ich lege mich ein wenig hin und fahre gegen 13.30 nach heinade. Kaum eine halbe Stunde später treffen die Möbelleute ein, vier junge Männer. Ich delegiere in die Zimmer, dabei hilft das nicht angemietete, große Wohn-und Esszimmer als Zwischenlager. Gegen 16 Uhr ist alles oben bzw. so weit verstaut, dass ich morgen mit meinen Sachen aus Holzminden einziehen und dort bleiben kann. Toll! Ich bin begeistert, wie unkompliziert das war. Fa. Krüger hatte auch morgens schon den E-Herd angeschlossen und der Linoleumfußboden war auch gewiehnert--was will man mehr.
Der Gefrierschrank läuft.
Zur Feier des Tages will ich die mitgebrachten Ravioli in der Dose (gut, kein chinesisches Essen und sicher auch nicht so gesund, aber ein typisches Ersteinzug-Single-Notfall-Essen) genießen, aber der Öffner liegt in Holzminden. Ich fahre also nach einem Schnack mit den Nachbarn zurück und wundere mich, wie fertig man sein kann, ohne viel gewuchtet zu haben. Grenzen müssen halt beachtet werden.
Vielleicht pack ich noch was zusammen heute Abend, wenn ich nicht schlafen kann,sonst morgen früh. Gegen 9 wollen die freundlichen Helfer kommen und mir beim Ausräumen des Einzimmer-Apartments helfen.
Bis Mittwoch habe ich aber noch den Schlüssel.
Dann ist Übergabe und ab Morgen Nacht schlafe ich in Heinade--endlich!

21.7. Samstag - der Tag des Umzuges
 Ich schreibe diese Zeilen bereits am Sonntag mit ganz schrecklich langsamem Internetzugang über 28,8 Modem...nun ja, dann mit eben etwas Geduld, denn das muss ich eh jetzt immer mehr lernen, mit mir geduldig zu sein und den Kräften, die nicht da sind.
Ich habe gut bis 7 Uhr geschlafen und bereite nach einem gemütlichen Frühstück schon einmal ein paar Kisten vor zum Transportieren. Die Wege zum Beladen sind so ausgesucht, dass keine Treppen geschleppt werden müssen, Rollwagen ist da...einfach gut! Und der Aufzug von Stockwerk 4 bis E tut das Seine.
Gegen 9h15 als ich das erste Mal schon wie ein Schluck Wasser in der Kurve hänge, rücken die 5 an, die mir helfen und innerhalb etwas mehr als 1,5 Stunden haben wir nicht nur alles in die Autos verstaut, sondern auch das Zimmer so hergerichtet, dass ich die nächsten Tage da nicht mehr viel putzen muss. Offizielle Übergabe ist Mittwoch. Bei mir geht allerdings dann gar nichts mehr. Ich komme noch dazu ungefähr zu sagen, was wo hin soll, allerdings landen die meisten Kisten erst einmal im großen Abstellbereich, dort können sie geduldig warten.
Ein Schrankaufbau verzögert sich, weil ich nicht mehr weiß, wo die Auflagen der Bretter sind. Ich finde sie abends erst.
Gemeinsam essen wir leckere Brötchen, die wieder andere vorbereitet haben, zwei Kuchen, 4 Kannen Kaffee wie aus dem Nichts - es ist überwältigend, wie alle mithelfen.
Gegen 14 Uhr entschließen alle, dass es besser ist, mich jetzt in meiner äußerst vornehmen Blässe einfach allein zu lassen. Ich sage dass ich mich melde, wenn ich wieder Leute brauche.
Danach - Ruhe! Ich dusche das erste Mal im neuen Bad und lege mich dann einfach 2 Stunden zum Schlafen - und erhole mich gut.
Abends noch ein bisschen im Büro geräumt und gegen 23.30 falle ich in tiefen Schlaf bis morgens um 7h30.

22.7. Sonntag
Die erste Nacht war sehr gut, ruhig, Luft zum Atmen, Platz zum Laufen, Lust aufs Singen, einfach froh darüber , nun endlich hier zu sein. Ich merke wie sehr ich mich in  diesem Haus gleich wohlfühle. Es ist schön renoviert worden, da macht es Spaß seine Sachen einzurichten.
Allerdings bin ich seit heute wieder auf Cortisonentzug, alles zittert an mir, Blutdruck ist aber in Ordnung, nur keine schnellen Bewegungen oder Bücken etc sind gut.
Ich gehe zum Gottesdienst, kann die Leute begrüßen, mich auch bedanken für viele gute Worte. Alle freuen sich, versichern mir ihre Hilfsbereitschaft.
Ich komme zur Ruhe in den bekannten Liedern in schöner Umgebung.
Zu Hause angekommen, erst einmal wieder hinlegen, Pause machen und danach verwandle ich die noch übrigen belegten Brötchen in leckere Baguettes aus dem Ofen und bin nun satt. Tja und dann den raschen Entschluss, Email und diese Zeilen zu schreiben, was halt alles etwas langsamer geht wegen der langsamen Modemverbindung.
Morgen steht dann wieder Blutentnahme auf dem Programm. Am Freitag waren die Werte ja wieder niedriger, HB 12,2. Nun ja, wir werden sehen, wie es morgen wird.


26.7. bis 31.7.2007

Ich habe lange nicht geschrieben, weil einfach der link im Moment zu schwierig ist. Ein langsames Modem lässt es kaum zu, die Homepage zu editieren. Aber das hatte ich ja bereits vorher geschrieben.
Hier also im Schnelldurchlauf das, was passiert ist.
Erst einmal läuft die Chemo ganz gut weiter. Die Phasen Cortison und Nicht-Cortison sind die schwierigsten, dann geht das Herz schneller, Stress wirkt sich eher aus, ich komme leichter aus der Puste. Muss halt langsam machen. Immer wieder liegen oder sitzen, etwas trinken, ausruhen.

Froh bin ich, dass die Fahrten nach Holzminden zum Arzt im eigenen PKW möglich sind, auch wenn ich danach erleichtert bin, wieder zu Hause zu sein, denn länger als 2 Stunden unterwegs ist dann doch etwas viel.

Am Samstag, den 28.7. konnten wir Geburtstag nach-feiern. Leider konnten nur drei der sonst 11 eingeladenen kommen. Urlaub, Krankheit etc verhindern halt manchmal das Kommen. Dennoch war es gut, die Freunde hier zu haben.
Dazu bin ich sogar schon um 5 Uhr aufgestanden (weil das Cortison mal wieder gesagt hat: Reicht mit Schlafen) und habe Laugenbrötchen gebacken, schwäbischen Kartoffelsalat gemacht und das Kassler für abends eingelegt. Damit war das Abendessen bereits fast gesichert und wir konnten den Tag langsam angehen lassen.

Die Blutwerte bewegen sich nach wie vor in einem erträglichen Bereich, zwar am unteren normalen Rand aber nicht so, dass irgendetwas gemacht werden müsste.
Am 2.8. ist Arzttermin und dann wird die Einweisung ins KKH anstehen am 6.8.

30.7. Montag

Heute morgen hab ich bei VERTIKO in Holzminden (einer Beschäftigungsinitiative, die gebrauchte, alte Möbel aufarbeitet und weiterverkauft) vier Bücherregale erworben und sie wurden mir bis in die Wohnung transportiert. Erst wollte ich selber etwas bauen, aber dann habe ich vor Arbeit, Preis und Zeitaufwand doch lieber auf die fertigen zurückgegriffen, die schön aussehen und frei stellbar und damit verstellbar sind. Ein echtes „Schnäppchen“.
Und nachmittags kam das neue Bett, in dem ich nach dem Aufbau wirklich gut die erste Nacht verbracht habe. Es ist schon etwas anderes als so eine Klappliege!
Damit war die Kraft dann aber auch am Ende und selbst das Fernsehen machte keinen Spaß mehr

31.7. Dienstag

Heute beim Duschen hatte ich sie in der Hand – büschelweise Haare—es geht also los und ich muss mir langsam Gedanken machen, ob ich ein Steppenwachstum ertragen möchte, also von Zeit zu Zeit und Ort zu Ort mal hier und da ein Busch Haare, dazwischen Wüste. Oder ob ich mich für die rasierende Variante der Kahlbehandlung entscheide und dann ganz neue Möglichkeiten der Hutmode ausprobiere. Ich neige eher zu Letzterem.

Außerdem warte ich auf die Telekom. Die waren ja am Donnerstagmorgen erschienen, als ich beim Arzt war und nicht zur vereinbarten Zeit um 16 Uhr.
Wenn sie einmal schneller sind, klappt es also auch nicht, hihi. Nun hab ich heute zwischen 8 und 10 Uhr hier zu sitzen. Davon ist die erste Stunde schon rum! Es geht eigentlich nur um den Anschluss von 2 Drähten in eine neue Verkabelung. Die Nummer liegt schon an! Wir werden sehen, ob es heute klappt. Dann kann ich von oben aus normal telefonieren und brauche nicht immer zu hoffen, dass das D2-Netz heute besser ist als gestern.
Und wenn alles gut läuft, wird DSL in so einer Woche vielleicht auch aufgeschaltet sein.
Kommunikation ist doch sehr wichtig, habe ich gemerkt, sei es für den Austausch mit anderen von der Krankheit betroffenen Leuten oder aber nur auch, um die alltäglichen Geschäfte erledigen zu können, was unbezahlbar ist, wenn man ansonsten eher ans Haus gebunden ist.